"Spitzenleistungen bei den Streichquartetten, Finalrunden beim ARD Wettbewerb 2008"
Nur das Gémeaux Quartett konnte als Schlusslicht dieser Runde mit gänzlich anderer Wahl aufwarten: Sie starteten mit dem Bartok Quartett Nr. 4 und interpretierten abschließend Franz Schuberts Der Tod und das Mädchen d-moll D810. Mit diesen Werken präsentierten sich die vier Musiker über jeden Zweifel, ob einer immer noch möglichen Steigerung kurz vor Schluss, erhaben.
...Glanzleistung an klanglicher Ausgewogenheit und rhythmischer Präzision...(Klassik Heute, 08.10.2008)
Facettenreicher kann ein Kammermusikabend kaum sein...
Ein traumwandlerisch sicheres Zusammenspiel, gepaart mit einer umwerfenden Souveränität in der Natürlichkeit ihrer Aussage, erlaubte es den vier jungen Musikern, den Klang so homogen aufzufächern, dass die Schönheit der Einzelstimmen hörbar wurde, ohne die des Gesamtklangs zu beschädigen.
"Sie spielten Mozart, indem sie auf ihn hörten " (Rhein Neckarzeitung)
Dass die intensive Quartettarbeit nun mit dem heimischen Mozart-Preis belohnt wurde, bedeutet für die vier aufstrebenden Musikerinnen und Musiker eine grosse Ehre...
...in der Aufführung von Beethovens Streichquartett op. 131 begeisterte das Gémeaux Quartett in einem klangvollen Gesamtbild mit fein ausgearbeiteten Einzelstimmen.
"Mozart-Preis Luzern " (Neue Luzerner Zeitung)
…Geschlossener im Homophonen, auch souveräner im Spiel mit den formgebenden Harmoniemustern wirkte das Gémeaux Quartett. Es stellte zuerst Weberns postromantisches „Rondo“ (1906) vor. Keineswegs machte man einen Geigenbogen um das Schwelgerische dieser Komposition, um das halb-sentimentale Bratschen-Notturno oder die leicht dramatisierten Kontrapunkte. Das klang alles intensiv- und nicht anders war es bei Haydns Opus 50, 2. Wie die chromatischen Durchgänge lebten, das Adagio sang, die Pointen-Pausen im Menuett humoristisch wirkten und im Finale, zumal im Mollteil, der Ongarese-Schwung dazu kam, das war gekonnt…
"Künste auf beglückender Höhe" (Südkurier, Konstanz)
Diese vier Musiker kennen sich offensichtlich nicht erst seit gestern und haben bereits einige Erfahrung im Kammermusikspiel, was man ihnen deutlich anmerkte. Ihr Konzert gehörte sicher zu den Höhepunkten des Streichquartettzyklus.
"Ausloten musikalischer Grenzen" (Basler Zeitung)
Zu Recht als Höhepunkt an den Schluss gesetzt hatte man das Gémeaux Quartett aus Luzern, das sowohl Schubert als auch Bartók mit reifer Technik und bezwingender Musikalität hinlegte. Wenn man so gut spielt, stehen viele Türen offen; man wünscht dem Ensemble, dass es seine Karrierechancen wird wahrnehmen können.
"Bezwingende Musikalität (Zofinger Tagblatt)
Die Chromatik in Weberns frühem Rondo wie Haydns op. 50,2 erfüllt das vielversprechende Gémeaux Quartett, dessen erste Geigerin schon über eine ausgeprägte musikalische Persönlichkeit verfügt, mit melodischer Wärme und "sprechender" Gestik.
"Gute Lehrer schaffen sich selbst ab" (Frankfurter Allgemeine Zeitung) |